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Plaque- und Blutungs Index

Zahnärztliche Prophylaxe ist die Vorsorge gegen Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches und nimmt in unserem Behandlungskonzept breiten Raum ein. Sie ist eng verwoben mit der Parodontologie.

Der Gedanke ist bestechend einfach: Karies und Parodontitis können durch Prophylaxe nachhaltig verhindert werden.

Wichtige Voraussetzung für einen dauerhaft gesunden Mund ist, die Ernährungs- und Pflegetips der Prophylaxe-Assistentin und des Zahnarztes umzusetzen.

Im Rahmen einer Prophylaxesitzung werden zunächst der Entzündungsgrad des Zahnfleisches (Sulkus-Blutungs-Index, SBI) und der Zahnbelagbefall der Zahnzwischenräume (Approximal-Plaque-Index, API) ermittelt.

Die Erhebung vom Blutungs-Index steht am Anfang jeder Sitzung. Ein bekannter Blutungsindex ist der SBI (Sulcus-Bleeding-Index). Mit einer stumpfen Parodontalsonde wird mit leichtem Druck zwischen Zahn und Zahnfleischrand entlang gefahren. Die Anzahl der Zähne, an denen es dabei zum Zahnfleischbluten kommt, wird in Verhältnis zu Gesamtzahl der Zähne gesetzt. Sind beispielsweise 20 von 28 Zähnen betroffen, beträgt der Index 71 %. Der SBI eignet sich insbesondere, um das permanente Putzverhalten des Patienten zu beleuchten. Der Blutungsindex bessert sich bei dauerhaft betriebenener gründlicher Mundhygiene. Der SBI sollte unter 10 % liegen.

Ein weit verbreiteter Plaqueindex ist der API (Approximal-Plaque-Index). Er kennzeichnet die Anzahl der Zahnzwischenräume, die mit Plaque belägt sind. Zweckmäßigerweise wird er durch Anfärben der Zähne mit einer blauen Indikatorlösung, die es in flüssiger oder tablettenartiger Form gibt, gewonnen. Hierdurch wird dem Patienten besonders plastisch die Anwesenheit von Zahnbelägen demonstriert. Blau angefärbte Beläge weisen auf ältere, rot angefärbte auf jüngere Beläge hin. Der API sollte unter 30% liegen.

Die einfachste Maßnahme zur Verminderung beider Indikatoren ist fachgerechtes Zähneputzen.

 

 

 

Plaquefarbe

Plaquefarbe